Südtirol - Eppan an der Südtiroler Weinstraße (Appiano Sulla Strada del Vino)
Für unseren diesjährigen Sommerurlaub hatten wir uns wieder ein Reiseziel ausgesucht, welches wir noch nicht besucht hatten. Ziel war der Südtiroler Ort Eppan an der Südtiroler Weinstraße (Appiano Sulla Strada del Vino). Eppan liegt rd. 10 km südlich von Bozen an der vielbefahrenen Staatsstraße „SS42“ auf einer Hochebene über dem Etsch-Tal, inmitten großer Weinberge und Apfelplantagen. Das Klima war  Ende August/ Anfang September 2016 mediterraner als wir es uns bei der Buchung bei Booking.com im März vorgestellt hatten. Allerdings war es ja auch in Deutschland in diesen Tagen überaus warm.
Wir hatten uns entschieden, den Weg von rd. 810 km nicht in einem Rutsch durchzufahren, sondern nach einem Großteil der Strecke Zwischenstation in Bad Wörishofen zu machen. Dies verlängerte die Gesamtstrecke zwar um rund 130 km, aber es war eine gute Entscheidung. Beide Teilstrecken waren problemlos zu bewältigen, der Verkehrsfluss war prima – keine Staus am Fernpass oder Brenner waren zu ertragen (im Gegensatz bei der Rückfahrt, wo es uns bei Stuttgart und Karlsruhe ordentlich erwischt hat und die Fahrzeit sich auf 12 Stunden summierte).  Für die eine Nacht hatten wir – ebenfalls über Booking.com – zwei Zimmer im Kurhotel Marienhof gebucht. Das Mittagessen im Löwenbräu Bad Wörishofen war wirklich gut. Das Hotel ist ruhig, aber
am Rande der Fußgängerzone ideal gelegen. Das familiär geführte Haus machte einen sehr guten Eindruck, auch wenn die Zimmer was in die Jahre gekommen sind. Die Betten waren jedenfalls klasse und die Zimmer mit Bad sehr sauber. Ausgeruht konnten wir die zweite Etappe von Bad Wörishofen nach Eppan in Angriff nehmen. Alles war ideal, der Verkehr nicht übermäßig stark und ohne jegliche Staus. Für die Befahrung des Brennerpasses waren 9,00 EUR (je Richtung) zu entrichten; die Maut für die Autobahn in Italien (Brenner bis Ausfahrt Bozen Süd) betrug 6,40 EUR. Für Österreich hatte ich beim ADAC bereits eine Vignette zu 8,80 EUR (gültig für 10 Tage) besorgt. In Italien sind die Autobahnen mit grünen Schildern gekennzeichnet. Die Zufahrt zur Mautstelle ist – je nach Abrechnungssystem ( bargeld, Telepass, Kreditkarte) – entsprechend gekennzeichnet. Die Verkehrsüberwachung ist in Italien sehr ausgebaut, also viele Radarstellen einschl. kontinuierlicher Streckenüberwachung! An der Radarfalle langsam fahren und dann Gas geben bringt nichts! Ebenfalls über Booking.com hatten wir zwei Zimmer in der Hotel-Pension Alexandres In Eppan, St. Michael, Ortsteil „Untere Gand“ gebucht. Alles verlief problemlos und der Aufenthalt war angenehm.
Gut gefallen hat uns die alte Bausubstanz in den Ortsmitten der Ortsteile St. Michael und St. Paul. Ein kleines Zentrum ist in St. Michael zu finden. Richtige Fußgängerzonen gibt es jedoch nur in Bozen und Meran. Dabei hat uns Bozen besser gefallen. Dies lag vielleicht am überaus hektischen Markttag mit ungewöhnlich viel Straßenverkehr freitags in Meran. Die einzelnen Ortsteile von Eppan liegen jedoch nicht unbedingt in einer flachen Ebene, sondern ziehen sich teilweise an Berghängen hinauf. Rollstuhlfahrer und handicapped Fußgänger sollten sich ihr genaues Quartier sorgfältig aussuchen und vielleicht vor der Buchung nachfragen. Tipp! Für den Bereich Südtirols kann in den Tourist-Büros eine Karte erworben werden, die für den gesamten Nahverkehr sowie für die zum Nahverkehr zählenden Bergbahnen (z.B. Mendelbahn) gültig ist. Tickets für 1, 3 und 7 Tage sind erhältlich. 7-Tagesticket kostet 28,00 EUR. Die Berg- und Talfahrt für die Mendelbahn kommt alleine bereits 10 EUR!
Interessant ist der Bogenparcours mit Einschießplatz und 28 Stationen an der Burg Hocheppan. Allerdings ist die Anfahrt etwas abenteuerlich und der letzte - nicht unerhebliche und teilweise steile - Anstieg ist zu Fuß zurück zu legen. Die Startgebühr beträgt 10 EUR und ist in der Burgschenke zu entrichten. Dort können Bögen, Pfeile und Zubehör ausgeliehen werden, sofern man nicht eigenes Equipement mitbringt. Mittwoch ist Ruhetag, man kann aber trotzdem den Bogenparcours begehen; die Gebühr ist vor Ort in eine Art Briefkasten zu entrichten.
Die unter www.hocheppan.com mitgeteilte Aufgabe der Burgaktivitäten ist bereits seit Juni 2016 überholt. Mit einem neuen Pächter geht es weiter und der Bogenparcours ist ebenfalls wieder begehbar. Neuer Link: www.hocheppan.it ! links und unten: Burgkapelle mit alten Wandmalereien.
Blick in das Etsch-Tal. Nach links geht es in Richtung Meran, rechts nach Bozen. Zufahrt zum Parkplatz, von wo der Fußweg zur Burg beginnt, über den Ortsteil Missian. Der Weg hoch zur Burg ist auch in den 3-Burgen-Weg von Eppan eingebunden.
Cobra-Bogen (34 lbs) von Rudi Weick, Plankstadt vor Burgfenster in Richtung Bozen.
Ein weiterer Bogenparcours beginnt am Hotel “Ansitz Kematen”.                                                                             Oben: Ausblick von der Hotelwiese
Apfelseminar im Fruchthof Überetsch
Ebenfalls hat uns der kostenlose vom Fremdenverkehrsverein angebotene Kurs über den Anbau, die Pflege, Ernte und Vermarktung der unermesslichen Apfelsorten und -mengen gefallen (Fruchthof Überetsch).
Von jedem Apfel werden 72 Bilder erstellt, um diesen nach Farbe, Größe und Qualität den einzelnen Gebinden zuzuordnen. Erntemenge im vermarkteten Bereich sind 950.000 Tonnen im Jahr.
Im Weissen Rössl in St. Michael kan man gut essen! Wer lieblichen Wein sucht, wird in Eppan bzw. Südtirol nicht fündig! Die Weine sind alle trocken ausgebaut. Als süssen Wein haben wir im Rahmen einer ortsweiten Weinprobe im Ortsteil Firlan nur einen Appeterif-Wein (Trockenbeerenauslese) gefunden. Sehr schön ist der Montiggler See in der Nähe. Dort befindet sich auch eine Badeanstalt. Geruhsam ist auch die Umrundung des Sees auf gut begehbaren Wegen. Von der Busstation “Eppan St. Michael Bahnhof” bringt die Linie 139 den Interessierten direkt an den Großen Montiggler See.
Montiggler See
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