Köln - außerordentlich unterirdisch ... auf den Spuren der Römer am 13. September 2014
Hier erläutert unsere Stadtführerin, Frau Hecker, anschaulich den Grund für den Bau einer rund 100 km langen Wasserleitung von der Eifel bis nach Köln. Den Römern war das Kölner Wasser nicht kalkreich genug. Deshalb leiteten sie das Wasser aus einer geeigneten Quelle aus der Eifel bis nach Köln. Der Wasserverbrauch der Römer war immens und heute kaum vorstellbar. Jeder Römer verbrauchte im Durchschnitt einen Kubikmeter Wasser pro Tag. Da kam ich schnell ans Rechnen, ... Die Wasserleitung war zu dieser Zeit wohl das umfangreichste Großprojekt nördlich der Alpen. In Köln existierte zur Römerzeit ein vollständiges und gut funktionierendes Abwassersystem, welches im Mittelalter vergessen wurde. Aller Unrat flog auf die Strasse! Erst im 19. Jahrhundert wurde dieses Kanalsystem neu entdeckt, aber für Abwasserzwecke nicht mehr genutzt.
Die künstlerische Freiheit gestattete es einem Dombaumeister, das Maskottchen des 1. FC Köln - den Geißbock - am Kölner Dom zu verewigen. Die Figur unten rechts!
... und die zwei kennt in Köln und Umgebung jeder ... Oder? ...
140 Meter römische Wasserleitung - 9 m unter der Oberfläche
Elke Hecker zertifizierte Gästeführerin www.blickpunkt-koeln.de 0171-4009933
Frau Elke Hecker führte uns kenntnisreich, humorvoll - wie die Kölner halt sind - und mit viel Wissen durch das unterirdische Köln und damit rund 2000 Jahre zurück in die Vergangenheit nach “Colonia Claudia Ara Agrippinensium”; gegründet als Ubiersiedlung “Oppidum Ubiorum”
der Grundriss der römischen Stadt mit Stadtmauer
Im Parkhaus am Dom sind diese Reste der Stadtmauer zu sehen. Das Tor an der Oberfläche wurde von der Mauer darunter abgetragen und im Freien auf der Domplatte wieder aufgestellt. Der Durchbruch hinten führt zu den Grundmauern des Kölner Doms
Der Zugang zum Praetorium - wie auch zur römischen Wasserleitung - erfolgt über das “Spanische Haus”, einem Gebäudeteil des Rathauses und kostet 3,50 EUR pro Person. Das Praetorium war der Regierungssitz des römischen Statthalters für die Provinz Niedergermanien und dementsprechend großzügig angelegt. Heute ist unterirdisch nur etwa die Hälfte der ursprünglich erhaltenen Ruinen zu sehen. Die andere Hälfte wurde zugeschüttet und bebaut. Aus heutiger Sicht fast unvorstellbar, aber die Bewohner Kölns interessierte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eher die Schaffung neuer Wohngebäude als die alten Steine im Erdboden. Durch den Kompromiss, eine Hälfte zu erhalten, und andererseits die baulichen Möglichkeiten des neuartigen Spannbetons (siehe die auf dem Bild erkennbare Decke) zu nutzen, ist es uns heute möglich, die Grundmauern dieses
Palastes zu bestaunen. Dies und weitere Hintergrundinformationen über eine späteren Kaiserin des Römerreiches aus Köln erfahren Sie bei der Teilnahme an einer Stadtführung mit Frau Hecker. Der Link zu ihrer Homepage mit weiteren Informationen zur Person und den angebotenen Stadtführungen in Kön siehe am Anfang dieser Seite!
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