Projekt: Bau eines Holzbackofens
Aus Freude an dieser handwerklichen Arbeit (im Prinzip bin ich mittlerweile ein “Bürohengst”) und um eigene Fähigkeiten zu erforschen und anzuwenden, hatte ich mir dieses Projekt ausgesucht. Viel habe ich gelesen, ein Buch zum Bau von Holzbacköfen durchstudiert und im Internet recherchiert. Allerdings habe ich mir da nur Grundideen geholt und Gedanken zur grundsätzlichen Umsetzung des Vorhabens gemacht. Der Backofen sollte ja nicht nur da stehen, sondern auch funktionieren. Vorweg, er funktioniert hervorragend. Temperaturen von 400 Grad sind kein Problem, obwohl ich - so die Erkenntnis in Nachhinein - sicherlich Fehler gemacht habe, die in einem neuen Projekt nicht mehr gemacht werden würden. Aber ich bin kein gelernter Handwerker, geschweige denn Maurer oder Ofenbauer. Also packen mers an...so habe ich gehandelt, ohne große erstellte Pläne...
Nach Fundamentlegung und Aufmauern des Unterbaus habe ich mich für eine versteckte Schalung entschieden. Zum einen hatte ich das verwendete Material noch rumliegen, zum anderen ist damit eine zusätzliche Stütze für die Grundplatte des Backofens gegeben.
Hier sieht man schon einen Fehler, der aber schnell ausgebügelt war. So wie ich vieles gelesen habe, so kann der Baufortschritt durch die Bilder nachvollzogen werden. Alles zu Schreiben und zu dokumentieren würde viel Arbeit bedeuten und bringt im Ergebnis nicht weiter.
Die Hitze des Ofens muss zum einen gespeichert werden können, zum anderen aber auch nach unten, zum Unterbau hin, einigermaßen isoliert sein. Auf einer Schicht feinen Sandes habe ich Granitplatten verlegt. Später habe ich dann eine Schicht dünner Schmaottesteine daraufgelegt.
Um das Backgewölbe mit Schamottesteinen und Spezialmörtel zu mauern, habe ich die unten im Bild gezeigte Holzkonstruktion gezimmert. Diese kann dann zum Schluss durch Ausbrennen entfernt werden.
Der Kaminaufsatz mit Drosselklappe wurde mit Mörtel und Schamottesteinen eingemauert. Und zwar ziemlich weit nach vorne und nicht nach hinten. So können sich die Flammen und die heiße Luft nach hinten verwirbeln und die Verbrennungsgase verlassen erst vorne den Backraum durch den Kamin. Dies war eine super Idee, wie gesagt ich habe das nicht gelernt, denn das Feuer verbrennt im Backraum auch fast alle Gase, so dass den Kamin fast nur noch heiße Luft verlässt, die nur durch ihr Flimmern zu erkennen ist. Voraussetzung ist natürlich, dass der Ofen gut heiß ist und dann dementsprechend zieht.
Hinten habe ich zur Vorsicht noch eine Kamintüre eingebaut, damit man auch mal von dieser Seite auf den Backraum zugreifen kann. Vorne wurde dann eine schmiedeeiserne Backofentüre verbaut. Bleche mit einer Breite von 38-39 cm passen problemlos durch. Etwas mehr wäre mir lieber gewesen, aber so eine Türe zu bekommen ist nicht einfach. Ich habe auch einen ortsansässigen Handwerksbetrieb gefragt; über den Preis schweigen wir lieber. Diese Türe habe ich in Ebay für rund 180 EUR erstanden. Jetzt ist auch erkennbar, warum ich keine maßgenauen Pläne erstellt habe. Meine Pläne im Kopf habe ich von Bauabschnitt zu Bauabschnitt angepasst, auch in Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Materials. Dachkonstruktion: auf 2 massiven Längsbalken aufgesetzt. Auch die Metallkonstruktion für den aufgesetzten  Kamin aus Stein wird darauf montiert und gestützt. Den Steinkamin mit innen liegendem Kaminrohr wollte ich nicht noch auf das Backgewölbe setzen. Das Risiko eines Schadens durch das aufliegende Gewicht war mir zu hoch
der erste Brand
Auf die Giebelkonstruktion habe ich Bretter aufgebracht und darauf Dachpappe
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Backraum von innen, ca 75 cm tief
Im Sommer 2014 habe ich dann die Konstruktion um einen Holzunterstand ergänzt.